In Zukunft könnte Miscanthus Giganteus, welches aus Japan
stammt, in ganz Europa angebaut werden, beispielsweise zum Heizen, für
Häuserisolation und für Papier. Das Gewächs, welches dem Bambus sehr
ähnlich wirkt, ist jedoch nicht wie Bambus innen hohl, sondern mit einer
Struktur gefüllt, die dem Mark vom Holunder ähnlich ist. Somit ist diese
Pflanze im gehäckselten Zustand ein natürliches Isoliermaterial. Von
einem Hektar Miscanthus Giganteus könnten ca. 8.000 kg Heizöl eingespart
werden. Außerdem gibt das Miscanthus im Gegensatz zu fossilen
Brennstoffen bei Verbrennung nicht mehr, als die Menge an Kohlendioxid
ab, die es beim Wachstum auch aufgenommen hat.
Aus unterirdischen Sprossen treiben im April neue neue Triebe heraus,
welche bis etwa November bis zu 4 Metern in die Höhe wachsen. Diese
Stängel trocknen im Winter aus. Geerntet werden sie dann im darauf
folgenden Februar bis März.
Zur Zeit gibt es in Europa bislang nur Versuchsflächen mit Miscanthus
Giganteus. In Deutschland berieten sich eine Heizungsfirma und ein
Landwirt, und bepflanzten folglich als Versuch einen Hektar mit 10.000
Pflanzen. Der Bau einer entsprechenden Verbrennungsanlage, die ebenso
dafür benötigt wird, ist eingeleitet. Miscanthus Giganteus könnte ein
wichtiges Heizmaterial in der Zukunft werden.